Alim Khan / Foto: Sergei Michailowitsch Prokudin-GorskiBetrachten Sie einmal das Foto zur Rechten (Klick zum Vergrößern). Es zeigt Alim Khan, 31 Jahre alt.
Seine farbenfrohe Robe mag ich wirklich. Sieht das Bild nicht wie eine folkloristische Aufnahme aus einem weit, weit entfernten Land aus? Ist es natürlich auch, aufgenommen in Buchara, Usbekistan.
Neben seiner Originalität, den wunderbaren Farben und der ruhigen Atmosphäre scheint an diesem Bild nichts wirklich Besonderes zu sein..
Bis man erfährt, dass Alim Khan der Emir von Buchara war. Als er 31 Jahre alt war, zählte die Welt das Jahr 1911.
Dieses Foto ist also fast 100 Jahre alt.
Genauer gesagt: diese drei Fotos sind fast 100 Jahre alt. Der Photograph Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski (1863-1944) benutzte eine Handkamera, die drei Bilder innerhalb von 3 Sekunden machte, gefiltert durch rote, blaue und grüne Gläser, auf einer einzelnen Filmplatte von Ilford, die er speziell vorbehandelt hatte. Um ein Foto wie dieses herzustellen, muss man die drei Aufnahmen passend übereinanderlegen, ähnlich wie der Fernseher durch rote, blaue und grüne Punkte einzelne Farben simuliert.
Prokudin-Gorski entwarf dazu auch spezielle Projektoren, um seinem Publikum in ganz Russland seine Fotos zeigen zu können. Er wollte andere mit allen Aspekten des Lebens im russischen Zarenreich vertraut machen und die Erinnerung daran für kommende Generationen bewahren.
Was können wir von Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski lernen?
Man kann hier einige offensichtliche und einige weniger offensichtliche Dinge sehen:
- Rechnen Sie mit Wegen der Datenverarbeitung, die Sie sich heute nicht mal im Traum vorstellen können. Prokudin-Gorski wusste nichts über Computer, sie wurden erst eine Generation später erfunden, nachdem er die Aufnahmen gemacht hatte. Trotzdem kann man heute noch seine Fotoplatten aus Glas scannen und weiterverarbeiten.
Bewahren Sie Ihre Daten, besonders die wertvollen Erinnerungen also in frei zugänglichen, gut dokumentierten Formaten auf, damit man sie leicht konvertieren und weiter verarbeiten kann. Konvertieren Sie Ihre Daten en bloc und automatisch alle 5-10 Jahre in das beste verfügbare, offene, kostenlose und verlustfreie Format, das es dann jeweils gibt. Machen Sie sich das zur Gewohnheit. Wenn Sie erst einmal das Zeitliche gesegnet haben (entschuldigen Sie, dass ich das so direkt anspreche), dann macht sich niemand mehr die Mühe, einen Haufen Daten zu sanieren, den Sie im Laufe Ihres ganzen Lebens in den verschiedensten herstellerabhängigen Formaten angesammelt haben. Selbst wenn das ginge, gibt es eventuell die Software oder die Computer nicht mehr, die dafür nötig wären. Ihre Nachkommen aber hätten vermutlich genau so viel Spaß beim Betrachten ihrer Fotos und Filme wie wir heute beim Blick auf historische Aufnahmen. - Meiden Sie Digital Restrictions Management (DRM) wie die Pest, und ebenso alles Andere, was Ihren freien Zugriff auf wertvolle Daten einschränkt, die Sie produziert oder gekauft haben. Hätte Prokudin-Gorski zu Lebzeiten DRM genutzt, um seine Bilder zu «schützen», dann könnten wir sie heute vermutlich nicht einmal mehr ansehen. Vermutlich wären die Daten verloren, weil der Anbieter entweder seine Dienste nach 100 Jahren eingestellt hat oder gleich selber den ganzen Betrieb.
Das gilt besonders für gekaufte Daten. Google hat seinen Dienst für Bezahlvideos eingestellt und damit technisch alle bis dahin von den Kunden gekauften Videos funktionsunfähig gemacht (kulant gegen Geld-zurück, versteht sich. Was war noch gleich der Preis für Ihre Erinnerungen?). Die BBC wählte den DRM-kranken iPlayer von Microsoft als ihr Vehikel, um Inhalte ins Internet zu bringen (und Sie dachten schon, Sie könnten historische Momente für immer abspeichern!). Wo wird Flickr sein, im Jahr 2107? Google? Microsoft? Apple? Mitsamt Ihren Websites und proprietären Technologien, diesen ganz persönlichen Fußfesseln für Sie? Hätte man vor 100 Jahren schon Musikaufnahmen mit DRM infiziert, gäbe es heute keine der wunderbaren historischen Schelllack-Aufnahmen im Internet Audio Archive zu hören. Legal, meine ich…. - Glauben Sie nicht, irgendwelche Daten wären zu banal, um des Aufhebens wert zu sein. Rechnen Sie mit Arten der Datenverarbeitung, die Sie sich heute nicht mal im Traum vorstellen können. Das ist eine besonders überraschende Lektion. Oft wird empfohlen, man solle alle Bilder löschen, die man nicht mag und nur eine Hand voll guter Aufnahmen aufheben. weniger sei mehr.
Im Zeitalter der Digitalfotografie ist das kaum nötig, und Sie sollten es auch nicht tun. Warum? Sehen Sie sich mal ein paar weitere Bilder von Prokudin-Gorski an, wie Production of Artistic Casting oder The Bakalskii Mine. Verstehen Sie? Als sie aufgenommen wurden, zeigten sie nur harte, schmutzige, alltägliche Arbeit. Aber heute erzählen sie uns viel mehr.
Und das Banale ermöglicht Dinge, von denen Sie heute nicht mal träumen. Schauen Sie sich an, was Blaise Agüera y Arcas mit einem Haufen von (manchmal) mittelprächtigen Schnappschüssen anstellt: Rekonstruktionen von 3D-Ansichten verschiedener Orte aus Fotos von Flickr (übrigens half Blaise bei der Rekonstruktion von Prokudin-Gorskis Bildern). Ich wage die Prophezeiung, dass Sie in ein paar Jahren mittels Software 3D-Ansichten von Leuten betrachten werden, hergestellt aus allen Fotos, die Sie je gemacht haben - dazu gibt es einen Schieberegler, mit dem Sie diese Menschen in Sekundenschnelle virtuell altern oder jünger werden lassen, je nachdem, ob Sie ihn nach rechts oder nach links ziehen. Löschen Sie heute einen scheinbar bedeutungslosen Schnappschuss, und 10 Jahre später ärgern Sie sich darüber, dass dem virtuellen 3D-Kopf Ihres Vaters ein Ohrläppchen fehlt. - Benutzen Sie keine spezielle Archivierungsmedien und keine spezielle Backup-Software. Benutzen Sie stattdessen das, womit Sie ohnehin arbeiten.
Nun, Prokudin-Gorskis Glasplatten waren nicht wieder beschreibbar, ich gebe es zu. Aber er nutzte Standardplatten von Ilford, die er geringfügig verbesserte, um die Rotempfindlichkeit zu erhöhen. Er bewahrte sie auf und nahm sie während seines ganzen Lebens mit sich. Irgendwelche besondere, herstellerabhängige, befremdliche Backup-Lösungen hatte er nicht..
Im Kontrast dazu überlegen Sie mal, wie viele Backup-«Lösungen» sie in Ihrem Leben schon gesehen haben? Eine ganze Menge, wette ich. Und sie sind alle gleich:
1. Wenn Sie auf den Markt kommen, sind die Geräte irrsinnig teuer.
2. Die Sicherungsmedien verschiedener Hersteller sind untereinander inkompatibel.
3. Ein Jahr nach dem Kauf einer «Lösung» merken Sie, dass Ihre Daten nicht mehr auf ein einzelnes Sicherungsmedium passen. Sie müssen ihre Zeit mit dem Auswählen, Aufsplitten und Verteilen Ihrer Daten verschwenden.
4. Ausreichend viele Medien zu kaufen wird teurer und teurer.
5. Nach 3-5 Jahren ist die jeweilige Backup-Technologie veraltet und unzureichend, ungeachtet aller Ihrer Investitionen (die den Preis einer großen, anständigen Festplatte bei weitem überstiegen haben) und des Haufens von Sicherungsmedien in Ihren Schubladen, voll mit wichtigen Daten, die Sie schon bald von dort nicht mehr wieder herstellen können..
Es gibt nur eine echte Lösung: benutzen Sie, womit Sie ohnehin arbeiten. Auf absehbare Zeit bedeutet das: Festplatten. kaufen Sie eine Backup-Festplatte, die doppelt so groß ist wie die mit Ihren Daten. Kopieren Sie Ihre Daten darauf, regelmäßig und in mehreren Versionen (falls Sie unbedingt Speicherplatz sparen müssen, versuchen sie es mit rsnapshot unter Linux oder einem Windows-Äquivalent, das NTFS-Junctions benutzt - bitten Sie einen IT-Profi um Hilfe dabei). Benutzen Sie keine proprietäre Backupsoftware, keine Datenkompression, keine Verschlüsselung und auch sonst nichts, was Ihren Zugriff auf Ihre Daten irgendwie verhindern könnte. Nach 3-5 Jahren recyceln Sie: Kaufen Sie eine neue Backup-Festplatte, die doppelt so groß wie Ihre alte ist; die alte benutzen Sie ab sofort für Ihre Daten, und die alte Datenplatte wird entsorgt. Wenn die Preise für Festplatten es zulassen, kaufen Sie sich eine zweite Backup-Festplatte, sichern jeden Monat einmal darauf und bewahren sie in einem Bankschließfach auf, als buchstäbliche Brandversicherung.
Schon interessant, was man von einem 100 Jahre alten Foto lernen kann, oder? Ich freue mich auf Ihren Kommentar unten.






Kommentare
Sehr interessanter Artikel,
Sehr interessanter Artikel, dafür erst einmal vielen Dank!
Gerade auf dem Mac gibt es viele Programme, die das Verwalten von Daten übernehmen sollen. Schon seit jeher bin ich dabei vorsichtig und achte sorgfältig darauf mit welchen Formaten sie arbeiten. Sofern ich herausfinde, dass ein Programm Daten in einer proprietären Datenbank anlegt, anstatt diese Direkt auf das Dateisystem abzubilden, entferne ich mich schleunigst von so einer Lösung. Programme sollten einem die Verwaltung abnehmen und die Abstraktionsschicht vergrößern, jedoch sollten sie keine überflüssigen Container um die eigentlichen Daten machen.
Ein weiterer interessanter Aspekt sind soziale Communities im Netz. Ich sehe auch die Gefahr, dass Dienste wie Flickr irgendwann die Pforten dicht machen werden und die Anwender anschließend blöd dastehen. Trotz alledem verspürt vielleicht das Bedürfnis an einer derartigen Community teilzunehmen, um bestimmte Aspekte und Vorteile mitzunehmen. Hier ist es leider der Fall, dass ich meine Daten redundant halte. Einmal als Bild auf der Festplatte und einmal als Bild im Web-Dienst. Die Lösung ist zwar nicht gerade angenehm, doch wenn man sich vor Augen hält, dass man den Web-Dienst ignoriert, geht das schon. Es ist mir also egal, was dort passiert, ob ich dort aktuelle Versionen von Fotos habe und was damit geschieht. Alles was wichtig ist, wird lokal aufbewahrt und nicht kommerziellen Anbietern anvertraut.
Wie sieht es mit Online-Backup-Lösungen aus, die mit der Zeit immer populärer werden? Auch hier hat man das Problem, dass man seine Daten einem Unternehmen anvertrauen muss, dass sich bald vom Markt verabschieden kann. Einen großen Vorteil hat die gesamte Angelegenheit jedoch: die vollständige lokale Unabhängigkeit. Selbst bei Naturkatastrophen ist es unwahrscheinlich, dass ein amerikanisches Unternehmen von dem selben Unglück betroffen sein wird.
Online vs. ADSL...
Zumindest in Deutschland haben wir hier auch noch das Problem namens "ADSL", also *Asymmetric* DSL. Die Upload-Geschwindigkeit beträgt nur rund ein Zehntel der Download-Geschindigkeit.
Bei Diensten wie Flickr wundere ich ich immer, wie die Benutzer auch nur annähernd einen normale SD-Karte voll mit Bildern mal so kurz ins Netz überspielen können wollen wie ich auf meine Festplatten. Geschwindigkeit ist aber wohl nicht der Hauptgrund, sich einen Flickr-Account zuzulegen - die Nutzer wollen eher ihre "Starfotos" zur Schau stellen, was ich verstehen kann.
Trotz der Geschwindigkeitshürde würde ich mir statt der erwähnten Festplatte im erwähnten Bankschließfach eine Online-Backuplösung angehen lassen, wenn sie erschwinglich wäre. Die Preise werden derzeit aber fast überall sehr gewinnbringend pro GB und Monat hoch gehalten. Ich verstehe auch nicht ganz, warum ich für reinen Festplattenplatz in einem Rack irgendwo bei einem Provider mehr zahlen soll als für einen ausgewachsenen, dedizierten Server - ich brauche nur Plattenplatz. Meine finanzielle Schmerzgrenze liegt ziemlich genau beim Preis einer ausreichend großen Festplatte, umgelegt auf die Abschreibungsdauer (36 Monate). Läge mal ein Online-Backup-Dienst darunter, käme ich ins Grübeln.
Aufheben ja, taggen nein :-)
Diese Bedenken kann ich gut verstehen. Zum Glück gibt es relativ einfache Lösungen dafür.
Grundsätzlich gilt für mich: alles aufheben - ja. Alles taggen oder sonstwie mit Meta-Informationen versehen - nein.
Meine Fotos spiele ich z. B. von der Kamera gleich auf den Rechner, in Verzeichnisse, die ich nach Zeit und Ort benenne, z.B. “2007-05-10 Hamburg” bei längeren Reisen mache ich für jeden Tag ein Unterverzeichnis, das gibt auch gleich eine Art virtuelles Tagebuch ab. Kostet insgesamt kaum Mühe (da einmalig) und überdauert sicher Jahrzehnte. ;-)
Vor einiger Zeit habe ich mir auch einen GPS-Tracker gekauft, den ich auf Reisen immer dabei hab. Er speichert einfach Zeit und Ort (GPS-Koordinaten) ab und mit einer Software lasse ich diese Information mit den Zeitstempeln der Fotos automatisch abgleichen; die Fotos bekommen dann automatisch die Ortsinformation in EXIF-Tags eingespeichert. Es gibt auch schon Kameras und Fotohandys mit eingebauten GPS-Empfängern, das wird bald Standard, denke ich. Schon witzig, wenn man sich partout nicht erinnern kann, wo das Bild gemacht wurde und man dann die Lokation einfach bei Google Maps nachschaut!
Einzelne Fotos wirklich manuell “taggen” oder beschreiben mache ich nur bei den besten. Analog geht das mit meinen DV-Videos aus dem Camcorder, die ich mir per Firewire-Schnittstelle auf den Rechner hole und analog zu den Fotos ablege.
Alles, was ich bisher beschrieben habe, geht übrigens portabel und standardkonform unter Linux, Windows und Mac.
Vom automatischen Klassifizieren von Bildern erhoffe ich mir noch eine ganze Menge, ich denke, auf absehbare Zeit wird man z.B. in seiner Fotoverwaltungssoftware ein paar “definitive” Bilder einer Person analysieren lassen können und die Software sucht einem dann alle anderen Bilder mit dieser Person drauf. Für Gebäude klappt das ja (wie die Präsentation zeigt, die ich im Posting verlinkt habe) schon so gut, dass selbst Poster mit alten Grafiken von Gebäudeansichten als “Fotos” des selben Gebäudes erkannt werden.
Aufheben und Archivieren?
Das ist ein wundervoller Artikel und er “ereilt” mich gerade noch rechtzeitig, BEVOR ich mir einen Flickr Pro Account gekauft habe… Ich hatte mich bereits eine ganze Weile mit dem Gedanken getragen, meine Bilder auf diese Weise zu archivieren…
Jetzt werde ich dieses Geld dafür ganz klassisch in externe Festplatten investieren.
Für meine abgeschlossenen Projekte teste ich gerade, wie es wohl ist, wenn ich meine Dateien in einem Mail sammle und es an meine Googlemailadresse sende. Dort habe ich weltweit Zugriff auf vielleicht nochmal benötigte Bilder, Grafiken oder Briefe. Und der Speicherplatz wächst mit, das ist das Gute daran. Mit einem Label kann ich diese Mails kennzeichnen, sie sind dann in der Liste leicht aufzufinden. Ausserdem funktioniert natürlich die Stichwortsuche von Google und ich kann Kommentare, Tags und meinen “Lerneffekt” am Projekt gleich mit in das Mail integrieren.
Nachteil: es funktioniert nur mit relativ kleinen Datenmengen und überschaubaren Projekten und man hat die Mühe, sich nochmals mit dem Aussortieren unwesentlicher Dateien beschäftigen zu müssen - was aber auch ein Vorteil sein kann, denn so bekommt ein Projekt auch einen würdigen und definitiven Abschluß.
Wie lange Google meinen Speicherplatz mitwachsen lässt und ob es eine Zeit geben wird, in der es kein Internet und kein Google mehr geben wird… vorstellbar sind solche Szenarien schon, allein der Klimawandel wird das Internet noch exklusiv machen…
Liebe Grüße, Claudia
Freut mich! Und das Bankschließfach...
Hallo Claudia,
freut mich, dass der Artikel ein paar Anregungen parat hatte. :-)
Im Moment treibt mich auch noch der Gedanke nach einem “Offsite”-Backup um. Ich hoffe zwar, dass mir nicht die buchstäbliche Hütte abbrennt, aber das ist eben noch eine kleine Lücke im Backupkonzept.
Momentan sind einige externe 500GB-Festplatten bereits für um die 100 € erhältlich - ich grüble, ob ich mir noch eine zulege, bei meiner Bank im Schließfach aufbewahre und jeden Monat einmal meine Dateien darauf aktualisiere.
Schöne Zeit!
Rolf
Archivierung
Vielleicht sollte man seine aufbewahrungswürdigen Sachen wie die alten Ägypter und andere Völker wieder in Stein hauen; das hat bis heute immer noch am längsten gehalten.
Die ersten 12 Ziegel für meine eigene Pyramide habe ich schon zurechtgeklopft…..
Bits / Ziegel ? ;-)
Hallo Ramses,
das könnte am haltbarsten sein. Wieviele Bits / Ziegel sind denn da möglich….? ;-)
Rolf
Archivierung - eine Wissenschaft für sich...
Hallo Rolf!
Archivierung mit proprietären Dateiarten und Systemen ist wirklich eine verlustreiche Sache.
Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wieviele meiner Daten in den letzten 10 Jahren verloren gegangen sind durch auf einmal unlesbare Disketten, veraltete ZIP-Laufwerke, funktionsunfähige Speichersticks, Festplattencrashs, Systemwechsel von Win auf Mac…
Glücklicherweise sind Festplatten erschwinglich geworden, so dass ich 2 Back-ups mit SuperDuper! mache (es wird eine exakte Kopie der Festplatte erstellt, die auch ohne diese Software lesbar ist) und mit TimeMachine für das tägliche BackUp zwischendurch.
Eine der BackUp-Platten habe ich tatsächlich im Bankschließfach abgelegt. Das kann ich nur empfehlen.
Bei Archivierungssoftware wie DEVONthink gibt es glücklicherweise auch die Option, die Daten lediglich mit der Datenbank zu verlinken und nicht ausschließlich in eine große, ominöse Datenbankdatei zu importieren. Auch das kann ich nur empfehlen.
Ebenso die konsequente Verwendung des MP3-Standarts - und nicht AAC wie es bei iTunes voreingestellt ist. Die Revidierung dieses Fehler - Import meiner Plattensammlung in AAC - wird mich noch etliche Lebenszeitstunden kosten…
Was tut man nicht alles für seine Nachwelt! ;-)
Beste Grüße!
Bastien
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