Dokumentation

@Waldemar
Diese Art Kundenerwartung kenne ich (der “Lieferant” will’s natürlich auch oft “nachweisen”). Kommt für mich auf den Zweck der Dokumentation an, ob sie etwas Gutes ist.

Ich habe das ungute Gefühl, dass der “Notfall” bei uns öfter juristischer Natur ist denn fachlicher, zwecks “Nachweis” eben. Falls die Dokumentation tatsächlich gebraucht wird, weil sie auch ab und zu “benutzt” wird (statt im Schrank zu verstauben), finde ich sie auch gut. Handbücher und Hilfedateien gehören für mich klar in diese Kategorie.

Mag sein: vielleicht ist es auch nur typisch für meine Branche (IT & Organisation), dass Dokumentation nur für die Schublade produziert wird und sich dann selbst im Notfall, wenn sie herausgezogen wird, als wenig hilfreich erweist. Vieles, was mir unter die FInger kommt, dient eindeutig dem, was man auf Englisch “cover your ass” nennt, also: sich nach allen Seiten absichern. Manchmal fühlen sich Projektbeteiligte förmlich dazu gezwungen, z. B. alle alten E-Mails zu archivieren u.ä. Das ist für mich ein Signal, die Zusammenarbeit auf andere Füße zu stellen statt noch mehr zu “dokumentieren”.

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