«Headache» © by Pedro VeraHerzstück von David Allens Methode «Getting Things Done» (GTD) ist die Aussage: behalten Sie alle Ihre Verpflichtungen nicht im Kopf, sondern in einem Zuverlässigen System - weil Ihr Kopf keines ist.
Es gibt zahllose Mythen über das Gedächtnis, zum Beispiel: man kann nur 7 +/- 2 Dinge im Kurzzeitgedächtnis behalten; das Gedächtnis nutzt Bilder; oder: Erinnerungen verknüpft man am besten mit ungewöhnlichen Bildern. Zweifelhafte Leitlinien, die Ihnen ein unbegründetes Gefühl der Sicherheit geben können. Warum?
Hier sind 3 Gründe warum Ihr «psychisches RAM» kein zuverlässiges GTD-System ist:
- Emotionen beeinträchtigen Ihr Gedächtnis
Es wird zwar oft empfohlen, beim Lernen eine Information mit einem Gefühl zu verknüpfen, diese Technik hat aber ihre Schattenseiten, die in der (englischen) Wikipedia zusammengefasst sind:
Der Effekt der Stimmungskongruenz (mood congruence) führt dazu, dass man Informationen umso besser behält, je eher sie eine Stimmung auslösen, die zu ihrer aktuellen passt; zusätzlich merkt man sich in einer negativen Stimmung auch negative Informationen besser. Also sollte man immer positiv denken? Nein, denn hier gibt es eine Zwickmühle: wenn man versucht, tapfer und positiv eingestellt zu sein, obwohl die Situation eher trist ist, dann beeinträchtigt das das Gedächtnis. » Weiterlesen