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Schütze Deine Inbox (5): Werd' zum Phantom


«Vieanna» © Ian Woods«Vieanna» © Ian Woods

Der fünfte Teil dieser Miniserie Schütze Deine Inbox zeigt Ihnen, wie Sie Wegwerf-Inboxen (Email, Telefon und vor Ort) einrichten und entsorgen können, sobald sie dort unerwünschten Input erhalten.

Fangen wir mit einem dicken Achtung an: diesen Artikel schrieb ich, weil mich Spammer, Telefonverkäufer und neugierige Firmen nerven - sie versuchen, jeden Fetzen Information über mich zu ergattern, damit sie ihr Wissen weiter verkaufen, mich ungefragt anrufen oder mir ihre sterbenslangweiligen, unerwünschten «News»-Letter mailen können.

Dieser Artikel ist für Sie, wenn es Ihnen genau so geht. Suchen Sie dagegen Hilfen für den Aufbau einer Briefkastenfirma: nicht mit mir. Wenn Sie hier weiterlesen, denken Sie bitte auch immer daran, dass jede/r die vorgestellten Dienste nutzen kann - es gibt vielleicht jemanden, der Sie gerade damit übers Ohr zu hauen versucht. Für eine tiefer gehende Diskussion über die rein praktischen Aspekte digitaler Identität hinaus empfehle ich einen Besuch beim Digital Identity Forum.  »

Schütze Deine Inbox (4): Werd' asynchron!


«Brokenness» © col_adamson«Brokenness» © col_adamsonWenn Sie sich von der Arbeit ablenken lassen wollen, versuchen Sie es doch mal mit Plausch, Chatprogrammen (Instant Messaging, IM), Telefonkonferenzen oder Besprechungen. Das macht der eigenen Produktivität gründlich den Garaus, denn es verschlingt all Ihre Aufmerksamkeit, zerstört den berühmten Flow und verwandelt Ihre Stimmung in die eines gereizten Tigers, der von der Kette gelassen werden will. Es sind alles synchrone Kommunikationswege: Sie «müssen» sofort reagieren. Im Gegensatz dazu funktioniert z. B. Email (und Briefe - können Sie sich noch an dieses Medium erinnern…?) asynchron: Sie entscheiden, wann Sie reagieren.

Der vierte Teil dieser Miniserie Schütze Deine Inbox zeigt Ihnen, wie Sie den Informationsbiestern Grenzen ziehen, die Ihnen unvermittelt auf den Schreibtisch springen und mit fragenden Augen sofort nach einer Antwort oder Aktion verlangen.

Synchrone Kommunikation als Müll

Ich bespreche hier drei verbreitete, Zeit fressende, synchrone Arten von Büroplagegeistern, die sich in Ihrer Inbox tummeln:

  1. Chatprogramme (IM)
  2. Leute, die «vorbeikommen»
  3. (Einladungen zu) Telefonkonferenzen und Besprechungen

1. Chatprogramme (neudeutsch: Instant Messaging, IM) werden  »

Schütze Deine Inbox (3): Tschüs RSS!


«Rabbit Bread» © swruler, «Feld1» © carlsonimkeller«Rabbit Bread» © swruler, «Feld1» © carlsonimkellerOK, war nur Spaß…

Aber lassen Sie sich mal durch den Kopf gehen, was Al auf seinem (englischen) Blog geschrieben hat (zuerst gesehen als Gastbeitrag auf Stephens HD Biz Blog):

Hunderte von Emails pro Tag zu bekommen ist heute üblich. Jeden Tag entstehen 120.000 neue Blogs. Ganz offensichtlich gibt es ein Übermaß an information, und der einzige Weg aus dem Dikicht ist das Anreichern mit echtem Wissen. Informationen müssen noch auf die Wissensebene durchschlagen, aber das Management der Informationen wird immer schwieriger. Das bedeutet eine Evolution des Informationszeitalters, keine Revolution.
(Al)

Wissen verhält sich zu Information wie Brot zu Getreide. Müssen Sie also Brot selber machen, nur weil Sie Brot essen wollen? Kaum. Warum sollten Sie dann alle Nachrichtenkörner von allen RSS-Feldern dieser Welt von Hand sammeln, wenn Sie nur den Überblick behalten wollen?

Der dritte Teil dieser Miniserie Schütze Deine Inbox  »

Schütze Deine Inbox


 

Die Chinesische Mauer, von Herbert Ponting (1907)Die Chinesische Mauer, von Herbert Ponting (1907)

Das Konzept der Großen Mauer wurde unter der Ming-Dynastie wiederbelebt, als die Ming-Armee in der Schlacht von Tumu 1449 von den Mongolen besiegt wurde. Es war den Ming in aufeinander- folgenden Kämpfen nicht gelungen, die Kontrolle über die Mongolen zu erringen und der langanhaltende Konflikt begann seinen Tribut vom Kaiserreich zu fordern. Die Ming wählten eine neue Strategie, die Mongolen fern zu halten, indem sie Mauern entlang der Nordgrenze Chinas errichteten. Die Mauer erkannte faktisch die Kontrolle der Mongolen über die Wüste Ordos an, da sie an der Südgrenze der Wüste entlanglief, anstatt die Schleife des Huang He mit einzuschließen.

Anders als die Befestigungen der Qin war die Anlage der Ming stärker und aufwändiger aus Ziegeln und Steinen errichtet, statt aus festgestampfter Erde.

Da die Angriffe der Mongolen sich über die Jahre wiederholten, verwandten die Ming beträchtliche Ressourcen auf Reparatur und Verstärkung der Mauern.

(Übersetzung aus dem englischen Wikipedia-Artikel über die Chinesische Mauer)

Haben Sie auch den Eindruck, immer mehr Aufwand beim Schutz Ihrer Zeit zu treiben? Wird Ihr Kampf für eine leere Inbox auch immer raffinierter?

Und bleibt Ihre Mühe am Ende genauso vergebens wie es die Chinesische Mauer gewesen ist? Ist Ihr Rückzug Schritt um Schritt absehbar? Sind es einfach zu viele Horden von Spammern und Zeitverschwendern, die den Hohen Norden Ihres Kalendariums unsicher machen und ihre Stützpunkte auf Ihrem Territorium errichten - dort, wo Sie zumindest theoretisch das Sagen hätten?

Nun - was wäre, wenn die vermeintlichen Angreifer in Wirklichkeit geladene Gäste sind?

Die Serie

In dieser Miniserie über den Schutz Ihrer Inbox beschreibe ich, wie Sie möglicherweise dieser Plage das Tor geöffnet haben - und wie Sie es wieder schließen können.

Schütze Deine Inbox (2): Schrubb' Deine Newsfeeds


«Pipeline Perspective» © Michael Kelley«Pipeline Perspective» © Michael KelleyDrüben bei Organize IT klang SpiKe vor kurzem etwas besorgt: Simplifying Our Lives: Is It A Lost Cause? Mit Blick auf RSS-Nachrichtenfeeds sagte er:

wenn man mal annimmt, dass man zu einem bestimmten Thema beruflich fit sein muss - entgehen einem dann nicht vielleicht nützliche Informationen und gerät man dadurch nicht vielleicht ins Hintertreffen, verglichen mit denen, die sich Dutzende Nachrichtenfeeds «reinziehen» können?
(SpiKe)

In meiner Miniserie Schütze Deine Inbox zeige ich heute noch ein paar Techniken, wie man mit der Überlast an Nachrichtenfeeds fertig werden kann. Die heutige Lösung basiert darauf, dass man seine RSS-Feeds vorverarbeiten lässt, das heißt: Einzelnachrichten werden unter die Lupe genommen und (manchmal) ausgefiltert, was das Lesen insgesamt angenehmer macht.

Als Werkzeug verwende ich Yahoo Pipes, einen grafischen Editor mit dem Sie jede Nachricht aus Ihren Feeds abgreifen, prüfen und sogar ändern lassen können, wenn Sie wollen. Yahoo Pipes wirkt anfangs etwas «technisch», aber keine Sorge: ich stelle ein paar Filter fix und fertig bereit, die Sie sofort nutzen können oder auch «klonen» und ändern.  »