4-Stunden-Woche: Besser auf Deutsch oder auf Englisch?Letztes Wochenende ist die deutsche Ausgabe von Tim Ferriss' Buch The 4-Hour Workweek in meinem Briefkasten gelandet (full disclosure: der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar geschenkt). Ferriss beschreibt darin seinen Weg, ein Leben in Abenteuer und Luxus zu verbringen und trotzdem nur 4 Stunden pro Woche fürs Geldverdienen (!) zu arbeiten.
Weil ich die englische Ausgabe schon gelesen hatte, war ich natürlich auf die Übersetzung sehr gespannt. Mich haben die Unterschiede zwischen der englischen und der deutschen Ausgabe interessiert. Gibt es welche? Welche Ausgabe kann man empfehlen? »
Lipstick © Simon EvansWas Stephen R. Covey etwas martialisch «Mission Statement» nennt, heißt bei uns eher «Leitbild». Braucht man eines? Zu welchem Zweck?
Nehmen wir lieber mal keine Parteiprogramme oder Selbstdarstellungen von Unternehmen zum Vorbild. Ein persönliches Leitbild zu formulieren und aktuell zu halten kann dagegen richtig Spaß machen. Gut formuliert hilft es
- bei Orientierungsfragen: Nach welchen Werten lebe ich eigentlich?
- bei Identitätsfragen: Wie kann ich in einer chaotischen Welt (m)eine Persönlichkeit entfalten?
- bei Entscheidungen: Woran halte ich mich in schwierigen Situationen?
- bei Partnerschaftsfragen: Was können andere von mir erwarten?
Wie formuliert man sein Leitbild gut? Meine persönlichen Kriterien dafür sollen überschaubar bleiben, mein Leitbild muss: »
Search of Amber © Maciek PelcNach welchen Wertvorstellungen leben Sie eigentlich? Falls diese Frage Sie kalt erwischt, geht es Ihnen ähnlich wie mir. Es wäre mir noch vor wenigen Jahren kaum in den Sinn gekommen, mir dazu eine Liste zu machen oder gar, wie von Stephen R. Covey empfohlen, einen persönlichen Einsatzbefehl (Mission Statement) dazu zu formulieren.
Aber wie wird man sich über die eigenen Wertvorstellungen klar? Sicher nicht mit Hilfe »
No Entry sign 1 © Melodi TNein ist gar nicht so negativ, wie man denkt: Nein zu sagen bedeutet immer, Ja zu etwas Anderem zu sagen. Es werden Grenzen gesetzt, um dieses Andere zu schützen. Auch wenn man seine eigenen Interessen wichtig genug nimmt und zu schützen bereit ist: das Nein fällt vielen Menschen extrem schwer.
Und selbst wenn es (endlich!) ausgesprochen ist, wird es nicht immer respektiert, sondern oft manipulativ untergraben oder überhört. Zeit zur Gegenwehr. Sie finden hier einen Werkzeugkasten - aber kein Waffenarsenal - zur Selbstbehauptung. Wenn Sie lernen, Ihre Grenzen klar aufzuzeigen und freundlich, aber bestimmt Respekt dafür zu verlangen, fühlen Sie sich nicht nur besser sondern entwickeln sich auch persönlich weiter. Obendrein haben Sie auch mehr Zeit für Ihre Interessen. Los geht's: »
Stephen R. Coveys «Die 7 Wege zur Effektivität. Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg» ist keine schnelle Lektüre und will das auch nicht sein. Für Covey ist Erfolg die Frucht gewohnheitsmäßiger Charakterbildung, die sich mit Aussaat und Ernte vergleichen (und ebenso wenig abkürzen) lässt.
In einer achtteiligen Serie stelle ich die Konzepte des Buchs vor und was ich persönlich daraus gelernt habe. Hier kommt Teil 4 der Serie. Die ganze Serie im Überblick finden Sie hier.
[Hinweis: Falls Sie Anhänger von David Allens Getting Things Done (GTD) sind, dann bietet Ihnen das hier besprochene Kapitel Anregung für das Erledigen von nächsten Schritten, konkret: zur Auswahl eines Schritts aus Ihren To-Do-Listen.]
Effizientes Management
Management lernt sich leichter als Führung. Führung bedeutet, einen inneren Kompass zu entwickeln, während Management bedeutet, diesem Kompass zu folgen. Führung dreht sich um Effektivität (Ziele kennen und überhaupt erreichen), Management um Effizienz: Ziele mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreichen. Covey benutzt die Analogie zu einer Leiter: Führung bedeutet, zu entscheiden, gegen welche Wand man die Leiter lehnt. Management bedeutet, die Leiter so schnell wie möglich hochzuklettern. »